Pfadi wirkt nachhaltig

Mich beeindruckt, welch grosse Sympathien die Pfadis in der ganzen Schweiz geniessen:

Der Ausschuss des Stiftungsrats hat sich das Ziel gesetzt, die Bedürfnisse der Lagerplatzbetreuerinnen und -betreuer zu eruieren und ihnen mit einem Mittagessen zu danken. Sie unternehmen alles, die Plätze den Benützern in einem guten Zustand zu übergeben und nach Gebrauch auch wieder ohne grossen Schaden und aufgeräumt zurückzunehmen. Mit grossem Engagement versuchen sie, auf die Wünsche der Lagerleitungen einzugehen, verbessern die Infrastruktur, aber auch die Informationen, damit ein Lager optimal geplant und durchgeführt werden kann. Es sind in der Tat die guten Geister, die hier im Stillen wirken.

Es spricht für die Pfadi, dass es vielen Ehemaligen wichtig ist, dass ihre Kinder und Enkel bei der Pfadi mitmachen. Wir hören von Spenderinnen und Spendern, wie wertvoll die Erfahrungen aus der Pfadizeit sind und von lebenslangen Freundschaften, die in der Pfadi entstanden sind. Bei Regen und Sonne unter einem Zeltdach, auf Wanderungen, beim Spiel und am Lagerfeuer lernt man einander kennen. Das anspruchsvolle Lagerleben spricht Körper, Seele und Geist an, die Pfadierlebnisse wirken über Jahrzehnte. Diese Nachhaltigkeit ist ein Hauptgrund für den Erfolg der Schweizerischen Pfadistiftung.

Meine Pfadiabteilung hat mich am UHA damit überrascht, dass mein Wirken als Präsident der Pfadistiftung (positiv) ins Theaterstück integriert wurde. Und da wegen der Coronavorschriften kein Elternbesuchstag durchgeführt werden durfte, bat man mich um eine Videobotschaft über meine Lagererlebnisse, um das Fehlen der Eltern an diesem Tag zu kompensieren. Ob dadurch das Heimweh unterbunden werden konnte, bezweifle ich. Aber auch Heimweh ist eine Erfahrung, die die Pfadi ermöglicht. 

Vielen Dank allen, die sich für die Pfadi einsetzen.   

Alois Gmür / Spund
Präsident des Stiftungsrats